Einen Ordner verschicken
Man kann einen Ordner nicht an eine E-Mail anhängen. Das ist keine Einschränkung deines Mailprogramms — Ordner lassen sich nirgends anhängen. Die eigentliche Frage ist also, was du stattdessen schickst, und jeder Weg scheitert anders.
Die kurze Antwort
Fast alle zippen ihn. Das funktioniert, schiebt aber die ganze Arbeit zum Empfänger: Archiv herunterladen, entpacken und sich in einem Ordner zurechtfinden, den er nicht sortiert hat. Wenn drin eine Seite oder ein Dokument steckt, gibt es eine bessere Form.
Datei hier ablegen — du bekommst in Sekunden einen Link
Kein Konto nötig · 5 MB pro Datei · angemeldet: 50 MB pro Datei
Die drei realistischen Wege
1. Zippen und anhängen
Funktioniert überall und kostet nichts. Was schiefgeht:
- Mailanbieter begrenzen Anhänge — meist 20–25 MB, manchmal weniger
- Der Empfänger muss entpacken, bevor er irgendetwas sieht
- Am Handy ist Entpacken zwischen umständlich und unmöglich
- Enthält der Ordner eine Webseite, funktioniert das Öffnen aus der entpackten Kopie nur für die Person, die entpackt hat, und nur auf diesem Rechner
2. In eine Cloud legen
Drive, Dropbox, OneDrive, WeTransfer. Das löst das Größenproblem und gibt dir einen Link. Was schiefgeht:
- Ordner werden zu einem Archiv oder einer Dateiliste — der Empfänger muss weiterhin herunterladen und entpacken, um zu stöbern
- Berechtigungen sind schnell falsch gesetzt: "alle mit dem Link" ist ein Aufklappmenü von "nur ich" entfernt
- Meist brauchen beide ein Konto
- Geteilte Links werden stillschweigend widerrufen oder laufen ab
3. Den Ordner in einen Link verwandeln, der sich öffnet
Zieh den ganzen Ordner auf Plopino. Jede Datei wird mit intakter Verzeichnisstruktur hochgeladen, und der Link öffnet sich als durchblätterbare Seite:
- plopino.com öffnen
- Den Ordner auf die Seite ziehen — den ganzen Ordner, nicht seinen Inhalt
- Den Link verschicken
Enthält der Ordner eine index.html, öffnet sich diese. Wenn nicht, bekommst
du eine Navigationsseite mit allem, was drin ist, mit aufklappbaren Unterordnern — und
jedes HTML, Markdown, Bild oder PDF darin öffnet sich beim Klick an Ort und Stelle. Nichts
herunterzuladen, nichts zu entpacken, und am Handy funktioniert es genauso.
Fragen, die wirklich gestellt werden
Bleibt die Ordnerstruktur erhalten?
Ja. Unterordner bleiben Unterordner, und die Navigationsseite zeigt sie als aufklappbaren Baum. Relative Links zwischen Dateien im Ordner funktionieren weiter, weil die Anordnung auf dem Server dieselbe ist, die du hineingezogen hast.
Und wenn ich schon ein Zip habe?
Zieh das Zip hinein. Es wird auf dem Server entpackt, und du bekommst dasselbe Ergebnis wie beim Ordner — praktisch, wenn der Ordner schon zu groß für andere Wege ist oder das Zip von woanders kommt.
Wie groß darf es sein?
5 MB pro Upload anonym, 50 MB angemeldet, und 1000 Dateien in beiden Fällen. Uploads werden gestreamt statt gepuffert, ein großes Zip muss also unterwegs in keinen Arbeitsspeicher passen.
Kann der Empfänger die Originaldateien herunterladen?
Ja. Dateien, die sich anzeigen lassen, werden angezeigt; jede Datei hat zusätzlich einen Downloadweg, nichts bleibt in einer Vorschau gefangen.
Ist das ein Filesharing-Dienst?
Es ist eher ein winziger Static-Webhost. Der Punkt ist, dass der Link aufgeht — deshalb werden Ordner zu durchblätterbaren Seiten statt zu einem Archiv, das man erst entpacken muss.